Taiko

... bedeutet "Trommel" auf japanisch. Das genaue Alter des Taiko ist nicht bekannt, aber die Wurzeln liegen vermutlich auf dem kontinentalen Festland in China und insbesondere Korea. Die Urspünge der Taiko lassen sich noch an heutigen Instrumenten des Festlandes erahnen.

Die Taiko und die Art sie zu schlagen hat aber in Japan eine eigene Entwicklung durchgemacht und so ist ein einzigartiger Trommelstil entstanden. In Japan gebaute Instrumente sind handwerklich derart perfekt hergestellt, dass sie sich nicht ohne weiteres auf dem Niveau kopieren lassen. Der berühmteste Trommelbauer ist wohl Asano mit einer Tradition von 400 Jahren.

Taiko ist in Europa durch Tourneen Japanischer Gruppen wie Kodo und Ondekoza in den 1970er und '80er Jahren bekannt geworden. Die erste europäische Gruppe wurde Ende der 1980er Jahre in Deutschland von Monika Baumgartl gegründet. In Japan gibt es mehrere tausend Gruppen. In Nordamerika sind es immerhin etwa 200 Gruppen. In Europa konzentriert sich die aktive Taiko-Szene auf Deutschland und Großbritannien.

Instrumente

Der Begriff Taiko umfasst eine Familie verschiedener Trommeln. Der Inbegriff einer Taiko ist wohl eine Miya-Daiko mittlerer Größe. Miya-Daikos sind fassförmige Trommeln, die traditionell aus einem Baumstamm herausgeschnitzt wurden und aus einem einzigen Stück Holz bestehen.

Die zweite Bauart ist die "geschnürte Trommeln" , die Shime-Daiko. Die wohl bekanntesten Vertreter dieser Gattung fehlen auf keiner Taiko-Performance: kleine, flache Trommeln die im Sitzen oder stehend auf einem Ständer gespielt werden und fast so hoch wie klirrendes Glas klingen können.

In der Regel sind Taikos mit Kuhhaut bespannt. Diese Haut ist millimeter-dick und reißt nicht beim Spiel mit dicken Sticks (Bachi).

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